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„Das mach ich dann wenn ich Urlaub habe.“ Oder „Am Wochenende hab ich Zeit und die nehme ich mir dann für mich.“ Wer kennt sie nicht die Gedanken, die uns im Alltagstress kommen und die die Sehnsucht auf den Urlaub wachsen lassen. Man verschiebt die Erholung auf die freien Tage…
Dann ist das Wochenende oder der Urlaub vorbei und man ist enttäuscht nicht alles geschafft zu haben. Man kommt in den „Freizeitstress“- ein Widerspruch in sich. Dann ist die freie Zeit vorbei und oft fehlt die Entspannung, da man gar nicht richtig vom Alltag abschalten konnte und die Zeit viel zu schnell vorbei gegangen ist.
Aber kann das gut sein? Ist das gesund? Warum nehmen wir uns so selten Zeit für uns? Warum achten wir so wenig auf uns?
Ein Lied höre ich momentan sehr häufig. Dort heißt es: „Es ist ein Gefühl morgens aufzuwachen, zu wissen, dass man sich selber gehört. Nur den Tag mit sich verbringen und ihn wieder sinnvoller machen. Ich lebe mit diesem Gefühl mehr vom Leben zu nehmen und habe schon viel zu lang gebraucht mich deshalb nicht mehr zu schämen.“ Ina Deter singt wonach meine Seele sich sehnt. Warum fällt es uns so schwer mal die Seele baumeln zu lassen? Sich paar Minuten für sich zu gönnen ohne die Gedanken was noch zu erledigen ist und ohne schlechtes Gewissen, dass eigentlich noch so viel zu tun wäre…
In der Bibel hat der Sabbat einen wichtigen Stellenwert. Im 2. Buch Mose heißt es: „Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am siebten Tage ruhte er und erquickte sich.“
Oder wie Luther es formulierte: „Gebt euch Mühe, Euch zu schonen und nicht Euren Kopf zugrunde zu richten, wie ich es getan habe… Man dient Gott auch durch Müßigsein, ja vielleicht durch nichts so sehr als damit. Darum hat er den Sabbat so besonders streng gehalten wissen wollen. Also verachtet das nicht.“ (vgl Lukas aktuell Juli 2009 ;o))
In diesem Sinne wünsche ich ihnen erquickende Sommertage ohne schlechtes Gewissen…
Ihre Iris Tönnison
Der Winter ist vorbei.
Kein Zweifel. Ich sitze auf der Terrasse und lasse meine Haut von den warmen Sonnenstrahlen streicheln. Um mich herum zwitschert, summt, surrt, raschelt es. Das Leben explodiert in Düften und Farben... Aller Trübsinn ist dahingeschmolzen und ich spüre neue Kraft durch mich fließen.
Ich stelle mir vor, ich wäre ein Baum, dem der Saft einschießt... Ich reagiere anders auf die Menschen: freundlicher, interessierter, humorvoller.
Frühlingsgefühle?
Sich als Mann fühlen, ein ganzer Mensch sein, das Blitzen in den Augen der Partnerin wiederentdecken... "Du bist schön, meine Freundin" schreibt das “Hohe Lied” im Alten Testament.
Ob es auch Frühlingsgefühle des Glaubens gibt?
Wenn aus dem scheinbar totem Holz der Hoffnungslosigkeit oder der Gleichgültigkeit neues kraftvolles Grün treibt, wenn ich mich dem Leben neu entgegenrecke? Wenn ich mich plötzlich wieder angeblickt fühle von meinem Gott, lächelnd, humorvoll, zärtlich – und ich weiß: Gott sieht alles, was mich ausmacht, liebevoll an.
Kann man mit Gott flirten? Können in meiner Seele die “Hormone” verrückt spielen? "Du bist schön, meine Freundin!"
Kann man sich von Gott zum Leben verführen lassen?
Der Gedanke ist vielleicht ein bisschen verrückt, aber er fühlt sich ganz wunderbar an!
Ihr
Tobias Müller
